Die Vereinten Nationen warnten, dass die Gewalt im Nordosten des Kongo erheblich eskaliert ist und innerhalb von drei Tagen mehr als 40 Zivilisten getötet wurden.

Laut Stephane Dujarric, einem Sprecher der Vereinten Nationen, wurden in diesem Jahr in der Provinz Ituri bisher mehr als 600 Menschen getötet und 345.000 vertrieben.

„Wir verurteilen diese Gewalt aufs Schärfste und fordern alle Parteien auf, sich an das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechtsverantwortung zu halten“, sagte Dujarric am Dienstag.

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Im Ostkongo schwelt der Konflikt seit Jahrzehnten, da mehr als 120 bewaffnete Gruppen um die Kontrolle über wertvolle Bodenschätze und einige um den Schutz ihrer Gemeinden kämpfen. Massentötungen durch Rebellengruppen kommen häufig vor, und die Gewalt hat zu einer Abwanderung von Flüchtlingen geführt.

Die Erklärung folgt auf zwei Anschläge im Nordosten des Landes, bei denen fast zwei Dutzend Menschen ums Leben kamen.

  Bewohner fliehen vor Kämpfen zwischen M23-Rebellen und Kongolesen

Bewohner fliehen am 28. Oktober 2022 vor Kämpfen zwischen M23-Rebellen und kongolesischen Streitkräften in der Nähe von Kibumba, Kongo. (AP Photo/Justin Kabumba, Datei)

Solche Angriffe entwurzeln oft ganze Gemeinden, und viele Bewohner fliehen in nahegelegene Flüchtlingslager, die schlecht für die Aufnahme ausgestattet sind, was die ohnehin schon schlimme Situation noch verschlimmert. Der Reaktionsplan der Vereinten Nationen für den Kongo ist nur zu 30 % finanziert.

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„Das Ausmaß und die Dauer der Vertreibungen sind historisch, selbst für den Osten der Demokratischen Republik Kongo“, sagt Dr. Guyguy Manangama, Leiter der Notfallprogramme von Ärzte ohne Grenzen, auch bekannt unter dem französischen Akronym MSF.

Die Hilfsgruppe stellt medizinische Versorgung und Trinkwasser bereit und unterstützt Hygieneprogramme zur Vorbeugung von Krankheiten in zwölf Lagern für Vertriebene rund um Goma, der Hauptstadt des Ostkongos.

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In einem aktuellen Bericht kritisierte Ärzte ohne Grenzen die Bereitstellung der Hilfe in der Region und beschrieb sie als langsam, unzureichend und undurchsichtig. Die Vereinten Nationen haben angekündigt, ihre Operationen im Ostkongo auszuweiten.

„Diese Absichten müssen dringend in eine deutliche, schnelle und spürbare Steigerung der Hilfe und des Schutzes für die Menschen in den Lagern umgesetzt werden“, sagte die Hilfsgruppe.

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