Eine nicht identifizierte bewaffnete Gruppe hat am Montag eine UN-Friedenstruppe in der Zentralafrikanischen Republik angegriffen und dabei einen Friedenstruppen aus Ruanda getötet, teilten die Vereinten Nationen mit.

UN-Sprecher Stephane Dujarric sagte, ersten Berichten zufolge habe die UN-Patrouille das Feuer erwidert und drei der Angreifer getötet.

Der Angriff ereignete sich, als die Friedenstruppen eine schützende Präsenz rund um die Stadt Sam-Ouandja in der Präfektur Haute Kotto im Osten der Zentralafrikanischen Republik aufrechterhielten, sagte Dujarric.

Friedenstruppen seien letzte Woche nach Sam-Ouandja entsandt worden, als Reaktion auf einen Angriff einer bewaffneten Gruppe auf die Stadt, die nach dem Eingreifen der Friedenstruppen geflohen sei, sagte er. Er sagte, die UN-Mission habe in den letzten fünf Tagen den Sicherheitsbereich um die Stadt erweitert, um die Gemeinde zu schützen und Hilfslieferungen zu unterstützen.

Valentine Rugwabiza, Leiterin der UN-Mission, verurteilte den Angriff aufs Schärfste. Sie sagte, die Friedenstruppen würden in Sam-Ouandja bleiben und die Mission arbeite mit den Behörden zusammen, um nationale Streitkräfte in das Gebiet zu entsenden, so Dujarric.

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Nach Angaben der Vereinten Nationen hat eine nicht identifizierte bewaffnete Gruppe eine UN-Friedenspatrouille im Osten der Zentralafrikanischen Republik angegriffen und einen Friedenstruppen aus Ruanda getötet. (Fox News)

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Die mineralreiche, aber verarmte Zentralafrikanische Republik ist seit 2013 mit tödlichen interkommunalen Kämpfen konfrontiert, als überwiegend muslimische Séléka-Rebellen die Macht übernahmen und Präsident Francois Bozize aus dem Amt zwangen. Später wehrten sich überwiegend christliche Milizen und griffen auch Zivilisten auf der Straße an. Unzählige Tausende wurden getötet und die meisten Muslime der Hauptstadt flohen aus Angst.

Eine UN-Friedensmission namens MINUSCA wurde 2014 eingesetzt und verfügt mittlerweile über fast 17.500 uniformierte Mitarbeiter im Land. Sein Mandat wurde um 12 Monate bis November verlängert.

Nachdem das Verfassungsgericht im Dezember 2020 Bozizes Kandidatur für das Präsidentenamt abgelehnt hatte, gewann Präsident Faustin-Archange Touadera mit 53 % der Stimmen eine zweite Amtszeit. Doch er stößt weiterhin auf den Widerstand einer mit Bozize verbundenen Rebellenkoalition.

Russische Söldner der Wagner-Gruppe, deren Anführer letzten Monat eine kurzlebige Meuterei in Russland anführte, haben dazu beigetragen, Touadera an der Macht zu halten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow teilte dem staatlichen Fernsehsender RT nach der Meuterei mit, dass Hunderte russische Kämpfer in der Zentralafrikanischen Republik bleiben würden.

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